Wir führen für Sie eine indikative Netzbewertung durch. Auf Grundlage der Daten des Altkonzessionärs erstellen wir einen integrierten Business-Case zur Abschätzung der zukünftigen Erlöse des Netzes. Die Barwerte der zukünftigen Erlöse sind eine wichtige Eingangsgröße für den objektivierten Ertragswert. Dabei treffen wir insbesondere Annahmen zu folgenden unbestimmten Größen:

Übergehende Erlösobergrenze

Die Novellierung des § 26 Abs. 2 ARegV vom 14.09.2016 ist im Hinblick auf die Höhe der zu übertragenden EOG ein Meilenstein. Erstmals wird ein Berechnungsverfahren festgelegt und mit der BNetzA eine Schlichtungsstelle eingerichtet, welche nach sechs Monaten erfolgloser Verhandlung der Streitparteien die zu übertragende EOG nach diesem Verfahren festlegt. Für den potenziellen Neukonzessionär bleibt es allerdings dabei, vor der Bewerbung um eine Konzession die zu übertragende EOG abschätzen zu müssen, da ihm nicht alle Informationen vorliegen, um diese eindeutig bestimmen zu können.
Wir treffen eine fundierte Abschätzung der sachgerecht zu übertragenden Erlösobergrenze und bilden Szenarien, welche die in der Praxis auftretenden Abschläge berücksichtigen.

Operative Kosten

Die operativen Kosten des Netzbetriebs sind insbesondere in den ersten Jahren, in denen noch keine Erlösobergrenze auf Basis der tatsächlichen Kostenstruktur festgelegt wurde, eine entscheidende Einflussgröße auf den Ertragswert.
Die KVK verfügt über verschiedene Möglichkeiten die operativen Kosten einer Netzbewirtschaftung abzuschätzen. Durch vergangene Projekte haben wir sowohl im Strom- als auch im Gasbereich umfangreiche Datenbanken verschiedener Kennzahlen aufgebaut.
Anhand der individuellen Netzstruktur des betrachteten Teilnetzes lässt sich so, in enger Abstimmung mit Ihnen, eine Aussage zu den zu erwartenden Kosten tätigen.

Synergien/Dissynergien

Inwiefern Synergien des Netzerwerbers in die Berechnung des objektivierten Ertragswertes gemäß § 46 Abs. 2 EnWG einfließen, ist noch nicht abschließend geklärt und wird aktuell kontrovers diskutiert.

Unabhängig davon ob die Synergien in den Netzkaufpreis mit einfließen, ist es für den Netzerwerber sinnvoll, mögliche Synergien in einem Business-Case zu betrachten. Auf diese Weise bekommt der Netzerwerber einen Eindruck davon, welchen Höchstpreis er für die Übernahme eines Teilnetzes aus ökonomischer Sicht maximal bezahlen sollte. Mögliche Synergien unserer Mandanten besprechen wir vorab und bewerten diese monetär.

Veranstaltungshinweis

Seminar Netzbewertung

21. Februar 2017 | Stuttgart
16. Mai 2017 | Hannover

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Ergebnis

Als Ergebnis der Bewertung besprechen wir mit Ihnen einen Business-Case, der die jährliche Rendite der ersten Jahre nach dem Netzübergang sowie den objektivierten Ertragswert in verschiedenen Szenarien ausweist. Eine Betrachtung der Chancen und Risiken bei der konkreten Netzübernahme mit den angenommenen Prämissen rundet unser Angebot ab und bietet Ihnen eine fundierte Entscheidungs- und gegebenenfalls Verhandlungsgrundlage.